Orthodoxie

Das orthodoxe Kreuz

Die orthodoxe Kirche, erkennt die christlichen Kirchen mit byzantinischem Ritus an, die den ersten sieben ökumenischen Konzilen treu sind (und sich deshalb selbst „orthodox“ definieren. Orthodoxie im Griechischen bedeutet: rechtschaffenes Glaubensbekenntnis“), die sich von Rom während des Schismas von 1054 los gelöst haben, und von den monophysistischen und nestorianischen orientalischen Kirchen unterscheiden (welche nur die ersten drei Konzile anerkennen). In bezug auf die theologische Kreativität und auf Grund der Anzahl der Gläubigen, ist die Russische Kirche die wichtigste Orthodoxe Kirche.
Die orthodoxe Kirchenlehre bildet den Stützpunkt für die örtliche Kirche, für die „Schwesterkirchen“, für die liturgische und sakramentale Rolle des Bischofs und für das monastische Leben.
Die reichhaltige byzantinische Liturgie, wie sie sich seit dem 5. Jahrhundert in Konstantinopel gebildet hat, wird je nach Kirche in verschiedenen Sprachen zelebriert; der Gottesdienst ist immer noch von äußerster Bedeutung, und stellt den Gesang (ohne Instrumente) und die Ikonen in den Vordergrund.
Die orthodoxe Spiritualität, sensibler in bezug auf Erfahrungswerte als auf intellektuelle Forschung, hat mit dem Hesychasmus einer asketischen Lehre, die von Gregorio Palamàs entwickelt wurde, große Momente der Originalität erreicht.
Eine bekannte Charakteristik der orthodoxen Kirche besteht in ihrer „Selbstverwaltung“, d.h. ihrer Verwaltungsunabhängigkeit.
Dieses Prinzip hat zur Folge, dass sie in einem unabhängigen Staat ebenfalls ihre Unabhängigkeit gegenüber den anderen Kirchen bewahrt; es bedeutet auch, dass der Kirchentochter von der Kirchenmutter die Genehmigung erteilt werden muss, sollte diese unabhängig werden wollen.
Die orthodoxen selbstverwaltenden Kirchen, die als solche anerkannt wurden und deshalb in Gemeinsamkeit mit den anderen Kirchen stehen, sind heute 15 an der Zahl und in Patriarchate (Konstantinopel, Alexandria, Jerusalem, Antiochia, Georgien, Bulgarien, Belgrad, Bukarest und Moskau), in größere Erzbistümer (Zypern, Griechenland, Finnland) und in Metropolitkirchen (Albanien, Polen, und Tschechoslowakei) aufgeteilt.
Das Oberhaupt, das berechtigt ist im Namen aller zu sprechen und allgemeingültige Gesetze zu erlassen ist der Ökumenische Rat.







Libro degli ospiti

 
TORNA SU