Gegenreform

Gegenreform, so nannten die protestantischen Geschichtskundigen (16.-17. Jahrhundert) die Bewegung der katholischen Kirche, die die protestantische Reformation bekämpfen und eine eigene interne Reform, die von einer katholischen Reformbewegung seit Anfang des 16. Jahrhunderts gewünscht wurde, verwirklichen sollte.
Die konservative und gleichzeitige Aufbruchbewegung hatte ihren Höhepunkt im Konzil von Trient (1545-63) das den hierarchischen Aspekt der Kirche, die zentrale Stellung des Papstes und die liturgische und disziplinäre Uniformität betonte. Ausdruck der Gegenreform waren einerseits die römische Inquisition (1542), die Kongregation des Römischen Index (1571), die Neuordnung der römischen Kurie (1588), andererseits die Errichtung von Seminaren, neuen religiösen Orden mit erzieherischen Absichten, insbesondere der Jesuiten, und missionarische Unternehmungen. Während die Jesuiten tatsächlich, dank eines dichten Netzes von Heimschulen, die Söhne der Adligen und des Großbürgertums erzogen, die dazu bestimmt waren, die zukünftige politische Klasse zu werden, und vor allem in Deutschland den protestantischen Universitäten entgegen traten, die kurz zuvor entstanden waren, richteten die Piaristen des Spaniers Giuseppe Casalanzio Volksschulen ein, in denen die moralische und religiöse Erziehung armer Kinder, begleitet von der Ausbildung an Grundwissen und das Erlernen eines Handwerkberufs, erfolgte. Die religiösen Orden (insbesondere Franziskaner, Jesuiten, Oblaten und Lazaristen) führten in Volksmissionen eine weitgefächerte Evangelisierung unter der Landbevölkerung durch.







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