Die Christliche Lehre

hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch eine komplexe theologische Entwicklung herauskristallisiert. Die Jahrhunderte der Gründung bis zum 7. Jahrhundert waren von den Diskussionen über die doppelte, menschliche und göttliche Natur Christi und der Dreifaltigkeit geplagt. Diese Fragen wurden von den Konzilen von Nikäa und Konstantinopel (4 Jhd.), die das Kredo bestimmten, und von Chalcedon (5. Jhd.) erläutert. Die Probleme der Natur der Kirche und des Supremats des Bischofs von Rom, der Freiheit der Gläubigen, die Heiligen Schriften zu interpretieren, der Natur der Sakramente, der Beziehung zwischen der göttlichen Gnade und der menschlichen Freiheit, zwischen Glaube und Werken standen im Mittelpunkt der Kirchenspaltungen und der Theologischen Konflikte, die zur großen Kirchentrennung des Ostens und zur protestantischen Reform führten, welche die Trennung der Einheit des Christentums und dessen Zersplitterung in eine Vielfalt von Kirchen und Konfessionen verursachte, von denen jede die Verteidigung der eigenen dogmatischen Wahrheiten als exklusiv und den anderen entgegengestellt erlebte. Vor allem im 19. Jhd. bestätigen sich mit dem Aufkommen der Ökumene und der tiefen katholischen Erneuerung durch das Zweite Vatikanische Konzil neue Beziehungen zwischen den Christen und den Christen mit anderen Religionen.







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