Jesus Christus

Der christlichen Theologie entsprechend, wie im Laufe von vier ökumenischen Konzilen präzisiert wurde, ist der Sohn Gottes, zu Fleisch gewordenes Wort, wahrer Gott und wahrer Mensch, die zweite Person der Dreifaltigkeit, dank eines unentgeltlichen Akts der Liebe zu Fleisch geworden, um die Menschheit von der Sünde zu erlösen und vom Tod zu befreien.
Jesus bedeutet auf jüdisch „Gott ist die Rettung“, Christus bedeutet „der vom Herrn geölte“, der „Messias“. Das Leben, das Werk und die Botschaft Jesu von Nazareth werden im Neuen Testament bezeugt (das die vier Evangelisten Matthäus, Lukas, Markus und Johannes beinhaltet), abgesehen von einigen kanonischen Evangelisten. Indirekte Andeutungen zu seiner Person wurden von römischen Geschichtsschreibern (Tacitus, Sueton, Plinius der Jüngere) gemacht.
Das Geburtsdatum Jesu, mit der man unsere Zeitrechnung beginnen lässt, kann nicht genau festgelegt werden: Den Geschichtskundigen entsprechend soll Jesus zwischen 9 und 5 Jahren v.u.Z. geboren sein.
Die Jungfrau Maria gebar ihn in einer Hütte in Bethlehem, er wurde von Schäfern verehrt, von den Geschenken der Hl. Drei Könige beehrt, nach jüdischem Brauch beschnitten und im Tempel vorgestellt. Mit Maria und Josef, seinem vermeintlichen Vater, musste er nach Ägypten aufbrechen, um dem Blutbad der Unschuldigen, das Herodes angeordnet hatte, zu entkommen. Er kehrte also nach Nazareth zurück, wo er mit seiner Familie lebte. Mit zwölf Jahren, als er sich zu Ostern in Jerusalem befand, fand ihn die Mutter in einem Tempel wieder, in dem er mit den Gelehrten diskutierte.
Als Erwachsener, vielleicht war er um die dreißig, ging er zu Johannes dem Täufer, dem Wegbereiter, um die Taufe zu empfangen, und begann also mit seinen Predigten. Unter seinen Jüngern wählte er zwölf Apostel, die ihm während seiner Predigten folgten.
Die Geschichtskritiker sind sich nicht sicher, ob die Predigten Jesu, die zum Großteil in Galiläa um den See Genezareth (oder Galiläisches Meer) stattfanden, ein oder drei Jahre dauert. In dieser Zeit predigte Jesus das Evangelium oder die „gute Nachricht“, in dessen Mittelpunkt die Ankündigung des Reiches („Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes naht“; „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ Mk 1,15), die Vollendung des Wartens auf den Messias Israels stand und vollbrachte Wunder.
Jesus verkündet seine Botschaft, manchmal mithilfe von Parabeln, manchmal durch eine direktere Lehre: Er proklamiert die Armen, die Verfolgten und die Ausgestoßenen selig, während er Reichtum und Macht verdammt.
Zentraler ethischer Mittelpunkt ist die Liebe zu Gott und dem Nächsten, deren Fundament in der Liebe liegt, mit der Gott Vater jede Kreatur umgibt, wie es im Gebet, das Jesus lehrte, dem „Vater Unser“, gezeigt wird.
Mit 33 Jahren begab er sich nochmals nach Jerusalem, feierte das Osterfest und führte während des Letzten Abendmahls die Eucharistie ein. Nachdem er von einem Apostel, Judas, verraten worden war wurde er verhaftet, vom Richter Kaiphas verurteilt und dann vor den römischen Präfekten Pontius Pilatus geführt. Er wurde geschändet und verletzt, wurde zur Kreuzigung verurteilt und starb am Kreuz. Am drittem Tag erstand er auf. In den folgenden 40 Tagen zeigte er sich verschiedenen Anhängern und Aposteln, stieg in den Himmel auf, um zur Rechten Gottes, des Vaters, zu sitzen.







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