San Pietro von Novalesa

Inmitten einer wunderbaren Landschaft zu Füßen des Moncenisio wurde die Abtei von Novalesa 726 von Abbone, einem adligen Franken und Gouverneur von Susa errichtet. Ihre Lage entlang der Francigena trug zu ihrer strategischen Bedeutung bei, und die Privilegien, die ihr von den Franken zugestanden wurden, machten sie schnell reich und mächtig. Zu den Zeiten Karls des Großen, der dort vor dem Angriff auf die Langobarden verweilte, wurde die Abtei von Benediktinermönchen bewohnt, die sich neben der Pflege der Pilger auch der Transkription und der Buchmalerei wertvoller Kodizes widmeten, und wurde zu einem der berühmtesten Kulturzentren der Epoche. Von hier erzählte ein Mönch die Geschichte der Abtei und hinterließ eine der berühmtesten Werke mittelalterlicher Schriftstücke, die Chronicon Novalicense (Mitte des 11.Jahrhunderts). Vom immensen Vermögen des Schatzes von Novalesa, das von den Sarazenen 906 ausgeraubt und fast ein Jahrhundert später von den Mönchen verlassen wurde, ist heute wenig geblieben. Im Park befinden sich vier isolierte mittelalterliche Kapellen: Die Berühmteste ist sicher die Kapelle des Hl. Eldrado (Beginn des 11. Jahrhunderts), die in ihrem Innerem einen Freskenzyklus über die Lebensgeschichte des Heiligen bewahrt, und daneben die Kapelle des Hl. Nikolaus (1096-1097).

Benediktinerabtei
10050 NOVALESA (Turin)
Telefon: 0122.653210

Öffnungszeiten für Besichtigungen:
Samstags und sonntags von 9.00 bis 11.30 Uhr halbstündlich. Die Führung wird von einem Mönchen geleitet.



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