Sant'Antonio di Ranverso (Rosta)

Es handelte sich um einen Graf der Savoyen, der fromme Humbert III, den die Kirche selig sprechen sollte und der 1188, ein Jahr bevor er starb, dieses heilige Gebäude, das dazu bestimmt war, die müden und kranken Wanderer aufzunehmen, gründete: Die dem Hl. Antonius geweihte Abtei von Ranverso. Humbert, hatte der Tradition entsprechend Ranverso oder Inverso gewählt, denn es befand sich in der Nähe von Avigliano - dort, wo er geboren war und sich im antiken Ortsteil heute noch sein mutmaßliches Haus befindet- rief die Antoniter aus Frankreich, die sich der Pflege der meist verbreiteten Krankheiten des Mittelalters widmeten, darunter auch dem so genannten Antoniusfeuer oder Herpes Zoster.
Die Abtei von Ranverso, die zum Mutterhaus von Wien gehörte, vergrößerte sich und gedieh über die Jahrhunderte hinweg, und bot den Pilgern Gastfreundschaft und pflegte die Kranken ohne jegliche Bezahlung. Aber aus Dankbarkeit spendeten die Bauern aus der Umgebung, so bezeugen es die Fresken der Kirche, den Mönchen oft den Ertrag ihrer Landwirtschaft- und Fischprodukte, insbesondere Schwein und Tiere, die traditionell den Hl. Antonius auf den Ikonenabbildungen begleiten. Mit dem Fett dieser Tiere linderten sie die Herpesleiden. Der Antonianische Krankenhausorden starb 1790 mit dem Tod des letzten Mönchen aus, nachdem dieser 1774 mit dem Malteser Orden vereint worden war. Von der antiken Abtei von Ranverso gibt es heute nur die Kirche und das Krankenhaus, die heute dem Orden des Hl. Mauritius angehören, dem die Restaurationsarbeiten, Meisterwerke der anmutigen piemontesischen Gotik, die dieses Gebäude vor dem Verfall retteten, zu verdanken sind.

Mit dem Auto. Von Turin über Rivoli hinaus, bei km 19,5 der Staatsstraße des Moncenisio folgen Sie in Richtung Avigliana.

Öffnungszeiten
Täglich außer Montag
Sommer: 9 Uhr – 12 Uhr und 14,30 Uhr – 17.30 Uhr
Winter: 9 Uhr – 12Uhr und 14 Uhr – 16.30 Uhr



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